Schwerpunkt: Projektkultur



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Entwicklung einer Projektkultur in der Schule
- Begriffsbestimmung und Merkmale

Zum Begriff „Projektkultur“
Projektkultur ist in der pädagogischen Wissenschaft und in der didaktischen Praxis ein recht neuer Begriff. Er weist darauf hin, dass es um die Ausformung des konkret durchgeführten Projektunterrichts geht, aber auch um Einstellungen und Ideen und um die materiell-organisatorische Basis.

Projektkultur meint die umfassenden Rahmenbedingungen, die Einbettung der konkreten unterrichtlichen Arbeit und als Kultur auch die Weitergabe von Strukturen an wechselnde Akteure, also die Absicherung gegen zufällige Veränderungen.

Die entscheidenden Impulse zur Bestimmung einer Projektkultur kamen aus der Reflexion von Praktikern, die sich mit der Stellung und Organisation des Projektunterrichts in der Schule befassten, weil sie mit der Realisierbarkeit, Umsetzung und Einbettung von Projekten konfrontiert waren und sind. Systematisch wird die Organisationsfrage bei Emer/Lenzen aufgegriffen (2005², S. 92ff). Auch Apel/Knoll (2001, S. 166ff.) haben sich mit der „Organisation des Projektlernens“ beschäftigt, ohne allerdings den Begriff der Projektkultur und ihrer Entwicklung zu verwenden.

Im Rahmen des Lehrer-Forschungskonzepts des Oberstufen-Kollegs hat eine Forschungsgruppe vor einem Jahr eine qualitative Untersuchung zur Projektkultur an ausgewählten Schulen in NRW begonnen. In diesem Rahmen ist in einem systematischen Verfahren versucht worden, eine Merkmalsliste für eine entwickelte Projektkultur an Schulen aufzustellen.

Merkmale einer entwickelten Projektkultur
In Anlehnung an das „Drei-Wege-Modell der Schulentwicklung“ von Hans-Günter Rolff  (Rolff 2002, S.11) lassen sich die Kriterien einer Projektkultur in drei Bereiche gliedern: